Die schönsten Reiseziele weltweit Reisetipps von Insidern. Reisepreisvergleiche, objektive Flug- und Hotelbewertungen von Reisejournalisten empfohlen + getestet. http://www.reise-preise.de/reisetipps/ Mon, 18 Sep 2017 11:08:32 +0000 Joomla! 1.5 - Open Source Content Management de-de Meditative Mondlandschaften: Ein Fahrradtrip durchs südliche Afrika http://www.reise-preise.de/reisetipps/afrika/meditative-mondlandschaften-ein-fahrradtrip-durchs-suedliche-afrika.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/afrika/meditative-mondlandschaften-ein-fahrradtrip-durchs-suedliche-afrika.html Meditative Mondlandschaften

Ein Fahrradtrip durchs südliche Afrika

Trockene Schönheit: der Fish River Canyon bei Hobas. Unten fließt der »Fischfluss«.

Die karge Schönheit des Grenzgebiets zwischen Namibia und Südafrika im »/Ai/Ais-Richtersveld Transfrontier Park« erschließt sich nicht auf den ersten Blick – auf einer sechstägigen Radtour bei Vollmond aber ganz sicher. Eine Reise im Rhythmus der Wüste.

Die Zahlen, die Pieter Van Wyk vor der Kulisse des Fish River Canyons herunterbetet, sind unvorstellbar. Vor zwei Milliarden Jahren haben Vulkanausbrüche die Berge geschaffen, die hier im Südwesten Namibias noch immer am Horizont thronen.

Der Biologe, 28, spricht von 2.000 Millionen Jahren, so als wäre diese ungeheure Zeit damit greifbarer – was natürlich nicht stimmt. Erosion ließ im Laufe der Zeit die bis zu 550 Meter tiefen Canyons entstehen. Schon morgens brennt die Sonne unerbittlich über der kargen Steinwüste, nur vereinzelt sträuben sich Büsche mit kleinsten, knochenharten Blättern gegen das Vertrocknen. Die Landschaft gehört zu einem Nationalpark mit dem etwas sperrigen Namen »/Ai/Ais-Richtersveld Transfrontier Park«.
 
Die Einzigartigkeit der Region erschließt sich auf einer kurzen Stippvisite per Auto oder Reisebus kaum. Deshalb gibt es eine entschleunigte Variante: Desert Knights, eine Fahrradtour von Namibias Süden über den Grenzfluss Oranje in den südafrikanischen Norden. Zweimal jährlich, wenn die Temperaturen im April und September einigermaßen erträglich sind, durchqueren bis zu 100 moderne Abenteurer die fast unheimliche Stille der Wüste. Ohne Stoppuhr, jeder in seinem Tempo. 
 
»Die Absicht war, die touristischen Höhepunkte des Transfrontier Parks in eine Tour zu packen«, erklärt deren Erfinder Roland Vorwerk, Marketing-Manager bei der Agentur Boundless Southern Africa. Doch es sind längst nicht nur die hervorstechenden Landmarken, der Blick in den Canyon oder das Bad in den heißen Thermalquellen von »/Ai/Ais«, die diese Tour ausmachen. Auf den 300 Kilometern, 20 davon per Kayak auf dem Oranje, ist vielmehr der Weg das Ziel.
 
Nach einem Warmfahren am ersten Tag führt die Etappe am nächsten Abend von Hobas nahe des Canyons nach »/Ai/Ais«. »Heiß wie Feuer« bedeutet der Name in der Sprache der Nama, der das 65 Grad warme Quellwasser meint.
 
Kaum kühler fühlt es sich in den späten Nachmittagsstunden jedoch auf der Schotterstraße an, die sich von Hobas aus gen Süden durch die welligen Weiten zieht. Ein erbarmungsloser, staubtrockener Gegenwind lässt selbst dann den Schweiß laufen, wenn es einmal leicht bergab geht. Im Westen fallen Sonnenstrahlen durch die Wolken. So lila-rot sind die Farben, dass das Panorama fast schon kitschig wirkt.
 
Sonst ist Ruhe, 68 lange Kilometer. Unterbrochen wird sie nur von drei Verpflegungsstationen, an denen die Radler Wasser und Energie tanken, letztere in Form von Datteln, Keksen und Biltong, dem in Namibia und Südafrika allgegenwärtigen Trockenfleisch.
 
Bei der Durchquerung der verlassenen Farm Kanabeam treibt tiefer Sand in der einzigen Jeep-Spur die Radfahrer zur Verzweiflung. Ein US-amerikanisches Paar hatte die Farm einst in dem Glauben gekauft, dort Zink fördern zu können. Doch die ersten Funde waren fingiert. Von den enttäuschten Hoffnungen auf einen Zink-Boom zeugen heute nur noch die rostigen Minengerätschaften, die aus der sandigen Ebene ragen – und die weitgehend intakte Wüstenvegetation.
 
So schiebt sich der runde Mond in fast gespenstischer Stille über die steilen Felswände der Gamkab-Schlucht, die nur zweimal jährlich zu den Fahrradtouren von Menschen betreten wird.
 
Bedroht sind die Ökosysteme des Parks dennoch. Am Grund des Oranje, dem einzigen ganzjährig Wasser führenden Fluss der Region, wimmelt es inzwischen vor exotischen Schnecken, deren Vorfahren vermutlich von Aquariumbesitzern stromaufwärts »entsorgt« worden sind. Der dünne grüne Uferstreifen leidet zudem unter der Überweidung durch die Ziegenherden der örtlichen Bevölkerung.
 
Die für ganz Afrika so charakteristischen Hirtenbäume können im Park locker 1.500 Jahre alt werden. Hier trifft man auch Pieter Van Wyk, der sonst in der Gärtnerei des Parks arbeitet, auf einer seiner morgendlichen Botanikwanderungen. Von den einst 2.000 Kilometern Auenwald ist aber nur noch ein Zehntel erhalten.
 
Auch weiter weg vom Ufer sieht es nicht besser aus. Infolge der seit vier Jahren anhaltenden Dürre sind 40 Prozent der Pflanzen im Park abgestorben. Insbesondere bei den Köcherbäumen ist ein wahres Massensterben zu beobachten. Woran genau das liegt, kann auch Van Wyk nicht erklären, denn längere Trockenperioden sind in der Gegend eigentlich normal. »Es muss mit dem Klimawandel zu tun haben.«
 
Nach einer langen Vollmondfahrt über enge, steinige Pfade wartet schließlich das Ziel der sechstägigen Radtour am Grenzübergang Sendelingsdrift mit einem Glühwein. Wer hier ankommt und dann noch auf die Suche nach den 22 Gecko-Arten des Parks geht, der hat nicht einfach nur Urlaub gemacht. »Es ist die Möglichkeit, in einer der großartigsten Landschaften der Welt zu meditieren«, sagt Raymond Siebrits, ein Teilnehmer aus Kapstadt.
 
Anreise: Der vom Startpunkt in Hobas nächstgelegene erreichbare Flughafen ist Upington im Norden Südafrikas (400 Kilometer entfernt). Die Flüge in die Kleinstadt sind jedoch meist recht teuer, hinzu kommt, dass die Mietwagenanbieter für Fahrten nach Namibia in der Regel eine Grenzübertrittsgebühr verlangen. Günstiger ist daher die Anreise über Namibias Hauptstadt Windhuk (650 Kilometer entfernt). Hobas ist nur per Mietwagen zu erreichen.
 
Einreise: Für die Einreise sowohl nach Südafrika als auch Namibia reicht für EU-Bürger ein Reisepass, der bei Reisebeginn noch sechs Monate lang gültig sein sollte.
 
Kosten: 15.000 südafrikanische Rand (etwa 1.100 Euro) pro Person für die gesamte Tour mit Vollverpflegung und Übernachtung in Zelten. In Namibia gelten sowohl der südafrikanische Rand als auch der daran gekoppelte Namibia-Dollar, in Südafrika jedoch nur der Rand. Die jeweilige Landeswährung kann in allen Städten am Geldautomaten abgehoben werden, nicht jedoch in den Camps des Parks.
 
Informationen: South African Tourism, Friedensstraße 6-10, 60311 Frankfurt, Tel. 069-92912950, E-Mail: info.de@southafrica.net
 
(12.09.2017, dpa)
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Afrika Tue, 12 Sep 2017 08:25:32 +0000
Ein Tag als Schaumschläger: Surfen lernen an der Algarve http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/ein-tag-als-schaumschlaeger-surfen-lernen-an-der-algarve.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/ein-tag-als-schaumschlaeger-surfen-lernen-an-der-algarve.html Ein Tag als Schaumschläger

Surfen lernen an der Algarve

Standhaft bleiben: Beim Wellenreiten eine gute Figur abzugeben, ist schwieriger, als es aussieht

Die Algarve ist ein perfektes Ziel für Surfer und alle, die es werden wollen. Im Surfcamp können Urlauber die richtige Technik für das Wellenreiten lernen und einmal in die Szene eintauchen. Ein Tag im Anfängerkurs – wie weit kommt man da? Ein Selbstversuch.

Die Welle hinter mir kommt fauchend an, mit mächtig Schaum vor dem Mund. Also los, rauf aufs Brett: paddeln, Füße in Position. Platsch! Das hier sieht nicht nach Surfen lernen aus, eher nach Tauchen lernen. Gut, es ist ein Anfängerkurs.

Irgendwie hatte ich mir diesen Trip an die Algarve anders vorgestellt: Ich als cooler Surfer, ein Mann und sein Brett, sanft über die Wellen gleitend. Das hier ist eher eine unfreiwillige Slapstick-Einlage. War das am Ende doch keine so gute Idee? 

{module=[311]}
 
Aber von Anfang an: Ankunft am Amado-Strand am südwestlichen Zipfel Portugals. Hier begrüßt einen die Sonne noch, wenn der Sommer in Deutschland längst vorbei ist. Und Surflehrer Nelson. Die Algarve ist ein Dorado für Surfer, erklärt er. Warum? Perfekte Wellen, dazu 300 Sonnentage im Jahr. Nelson ist ein Bilderbuch-Surfer: braungebrannt, blonde Wuschellocken, durchtrainiert mit Sixpack. Ich dagegen: blass, untrainiert und mit sichtbarem Bauchansatz. Ob wir zusammenpassen? 
 
Hinter dem Surfstand fallen einem die VW-Bullis und Wohnmobile ins Auge, die hier wild campen. Die Männer tragen Hipsterbärte, die Frauen Cowboyboots – so wild und ungezähmt wie die zerklüftete Steilküste fühlen sich auch die Leute hier. Surfen ist eben kein Sport, es ist ein Kult. Wenn man den Surfern hier zusieht, gehen im Kopf gleich die Beach Boys an: Fun, Fun, Fun – genau, darum geht es.
 
Für Einsteiger geht es aber auch eine Nummer komfortabler, als hier wild zu campen. Im Surfcamp können Urlauber mit Gleichgesinnten übernachten und einen Kurs im Paketpreis buchen, zum Beispiel ein paar Hügel weiter in Ingrina in der Nähe von Sagres. 
 
Eine Lodge mitten im grünen Hinterland, nichts als Natur und Surfer unter sich. Draußen ein Pool zum Entspannen und einige Hängematten zum Abhängen. In einiger Entfernung das Meer, eine Projektionsfläche für die Sehnsüchte aller, die hier das Abenteuer suchen.
 
Am Abend sitzen alle um den Esstisch und erzählen: von den Wellen des Tages, von den besten Surfspots. Uli kocht Nudeln für alle, das gibt Kraft für den nächsten Tag. Auf den Tischen liegen Magazine, in denen die Helden der Szene auf Riesenwellen surfen.
 
Die Realität als Einsteiger sieht anders aus: Am nächsten Morgen steht am Amado Strand erstmal Trockenschwimmen an. Surflehrer Nelson lässt die Gruppe zum Aufwärmen Fangen spielen und Hampelmann machen. Dann erklärt er die Grundfigur beim Surfen, einen Dreischritt. Eins – rechten Fuß aufstellen, zwei – linken Fuß aufs Brett, drei – aufstehen und lossurfen. Klingt doch ganz einfach, oder?
 
Also ab ins Wasser. Ich lerne, was Weißwasser ist: der flache Bereich, weiß vom Schaum der Wellen. Hier sind sie kleiner, weil sie sich schon gebrochen haben. Nelson ruft: Eins, zwei, drei, dann übertönt die Welle ihn, und ich werde unfreiwillig zum Schaumschläger im Weißwasser. Einigen anderen aus dem Kurs geht es auch so. Nur die Kinder sausen an mir vorbei und stehen dabei sicher auf dem Board. Frechheit! Für mich geht dagegen die Salzwasser-Verkostung weiter.
 
Dieser Kurs ist eine Lektion in Demut. Und im Auf-sich-allein-gestellt-sein. Da ist nichts außer der Welle, deinem Brett und dir. Existenzialismus pur. Und die Hölle, das sind die anderen. Die einem vom Strand aus zuschauen.
 
Eine große Welle rollt heran, öffnet ihr Maul und verschlingt mich. Happs. Im Bauch der Welle unter Wasser ist es ganz still. Hat was von Jonas und der Wal. Jetzt hilft nur noch beten.
 
In Gedanken sehe ich mich schon als untergegangenen Schiffbrüchigen auf dem Meeresgrund treiben. Ich stelle mir vor, wie ein Fisch elegant vorbeigleitet. »Was machst du denn hier?« – «Ich wollte surfen lernen.« – »Typisch, diese Touristen!«, sagt der Fisch und schwimmt weiter. Dann ist der Spuk zum Glück vorbei, die Welle spuckt mich wieder aus, und ich japse nach Luft.
 
Also kurze Pause, so wird das nichts. Ich will zu schnell zu viel. Surfen lernen heißt Geduld lernen. Nicht das Brett beherrschen wollen, sondern sich einfach von der Welle treiben lassen.
 
Da kommt eine gute Welle. Also los: paddeln, rechter Fuß, linker Fuß – platsch! Geht das schon wieder los? Nein, diesmal nicht. Nach gefühlt 50 Versuchen endlich: anpaddeln, rechter Fuß, linker Fuß, und dann passiert es: Die Welle trägt mich zum Strand hin. Gleiten, schweben.
 
Hinterher geht es zur Imbissbude über der Bucht, wo die Surfer mit einem Bier in der Hand in den Sonnenuntergang schauen. Mein Tag als Schaumschläger läuft noch einmal vor meinen Augen ab: Eine kleine Weißwasserwelle lang durfte ich auf der großen Surfwelle mitreiten. Ein Erlebnis war es allemal. Ein kleiner Schritt für echte Surfer wie Nelson, ein großer Schritt für einen Möchtegern-Surfer wie mich.
 
Surfcamps an der Algarve
 
 Puresurfcamps: Camps bei Sagres in Ingrina (März bis Oktober) und Raposeira (ganzjährig), Zimmer für 2 bis 6 Personen, außerdem kleine Holzkabinen. Preise beginnen bei 299 Euro für eine Woche in der Kabine mit 2-Tage-Kurs inklusive Frühstück.
 
Algarve Adventure: Camp in Arrifana an der Westküste, nur 850 Meter vom Strand. Ganzjährig buchbar, Zimmer für 2 bis 4 Personen, 7 Nächte mit 5-Tage-Kurs ab 359 Euro.
 
Wave Culture: Lodge in Burgau an der Südküste, Zimmer für 2 bis 4 Personen am Meer, 7 Nächte im Vierbettzimmer ab 230 Euro in der Nebensaison, 3 Tage Surfkurs ab 150 Euro.
 
Amado Surfcamp: Camp in Carrapateira nördlich vom Amado-Strand (März bis Oktober). Zelte, Bungalows und ein Holzhaus für bis zu 5 Personen. Außerdem ein Surfhaus in Sagres (ganzjährig). 6 Tage mit täglichem Kurs und Frühstück ab 255 Euro.
 
Mission to Surf: Villa bei Arrifana (Mitte April bis Ende Oktober) mit Doppel- und Mehrbettzimmern. Eine Woche mit 5 Tagen Unterricht ab 370 Euro, im Zelt ab 300 Euro.
 
Anreise: Von mehreren deutschen Flughäfen gibt es Direktverbindungen nach Faro. Neben der portugiesischen TAP und Lufthansa haben auch einige Billigflieger das Ziel im Programm.
 
Reisezeit: Im Hochsommer erreichen die Temperaturen mehr als 30 Grad. Daher sind die Monate März bis Juni und September bis Oktober für Sporturlauber gut geeignet. Auch im Oktober kann man noch baden.
 
Informationen: Portugiesisches Fremdenverkehrsamt, Zimmerstraße 56, 10117 Berlin, Tel. 030-25410671, E-Mail: info.germany@turismodeportugal.pt
 
Algarve Tourism Bureau, Avenida 5 de Outubro, 18, P-8000-076 Faro Tel.: 00351-289-800466, E-Mail: ata@atalgarve.pt
 
(07.09.2017, dpa)
 
{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Europa Thu, 07 Sep 2017 10:28:10 +0000
Italien: Mit Vatikan-Botschafterin in Trastevere http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/italien-mit-vatikan-botschafterin-in-trastevere.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/italien-mit-vatikan-botschafterin-in-trastevere.html Italien

Mit Vatikan-Botschafterin in Trastevere

Ort zum Verweilen: der Brunnen auf der Piazza Santa Maria in Trastevere am Nachmittag

Annette Schavan ist die erste Frau als ständige Vertreterin Deutschlands beim Papst. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Ex-Ministerin in Rom viele Lieblingsorte erschlossen. Einer aber hat es ihr ganz besonders angetan.

Morgens um 10:00 Uhr ist die Piazza Santa Maria in Trastevere leer gefegt wie ein italienischer Dorfplatz. Auf den Stufen des Brunnens steht eine einzelne Frau und blinzelt in die Sonne. Schwarzes Poloshirt, schlohweiße Haare.

Kaum ein deutscher Tourist dürfte in ihr noch die frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan erkennen, die 2013 nach Plagiatsvorwürfen zurücktrat und von der Berliner Bildfläche verschwand.

{module=[311]}
 
Ein Jahr später ging Schavan als Vatikan-Botschafterin nach Rom, als erste Frau an der Spitze der ständigen Vertretung Deutschlands beim Papst. Mittlerweile ist sie eine kundige Römerin mit vielen persönlichen Lieblingsplätzen in der Stadt.
 
Wenn sie sich aber für einen entscheiden muss, dann ist es dieser Platz in Trastevere, dem einstigen Arbeiterviertel »jenseits des Tibers«, so die Bedeutung des Namens. »Für mich ist es gleichsam das Dorf in der Stadt«, sagt sie. »Ein Dorf mit einer besonderen Botschaft.«
 
Die 62 Jahre alte Rheinländerin erzählt im Gehen. »Wenn wir heute Abend durch Trastevere gehen, dann wimmelt es hier von Touristen«, sagt sie. »Trastevere ist Kult. Ein wunderbares Fleckchen – auch für den klassischen Touristen. Aber so wie jetzt – ganz still und leer – mag ich es besonders.« Es liegt etwas sehr Friedliches über dem Viertel. Aus einem offenen Fenster erklingt Musik, ein Hund bellt. 
 
Als Theologin und praktizierende Katholikin erlebt Schavan nun aus nächster Nähe, wie Papst Franziskus die Kirche umkrempelt. Unter den Säulenkolonnaden des Petersplatzes spürt man davon als Außenstehender allerdings wenig. In Trastevere schon mehr.
 
Santa Maria, die uralte Basilika im Zentrum des Viertels, ist ein Ort, den Franziskus mehrfach besucht hat. Hier hat er die wachsende Armut in Europa angeprangert. Die älteste Marienkirche Roms ist Sitz der Laienbewegung Sant'Egidio, begründet von dem Karlspreisträger Andrea Riccardi und bekannt für ihre Friedensarbeit und ihr Engagement für Flüchtlinge.
 
Jeden Abend um 20:30 Uhr treffen sich hier Menschen aus aller Welt zu einem Friedensgebet der Laienbewegung Sant'Egidio, die von Andrea Riccardi gegründet wurde und für ihre Friedensarbeit und ihr Engagement für Flüchtlinge bekannt ist.
 
Von der Piazza aus kann man einfach in eine der krummen Gassen abbiegen – welche, ist egal. Hitzegetränkte Fassaden bröckeln malerisch vor sich hin. Zitronenbäumchen in Terrakotta-Töpfen verströmen balsamische Düfte. Glockentöne wehen durch die Luft. In den Cafés rühren vereinzelte Gäste wie in Trance im Cappuccino.
 
Piazza Sant'Egidio. Wieder so ein Plätzchen, das auf fast kitschige Art malerisch ist – wären da nicht die beiden Soldaten mit ihrem Panzerwagen und ihren Maschinenpistolen vor der zierlichen Kirche.
 
Das ehemalige Karmeliten-Kloster Sant'Egidio wirkt von außen unscheinbar und ist doch seit Jahrzehnten Treffpunkt von Politikern, Aktivisten und den Kirchenleuten von Sant'Egidio rund um Andrea Riccardi. 1992 wurde hier der Friedensvertrag von Mosambik abgeschlossen, der 16 Jahre Bürgerkrieg beendete. Auch im Libanon, in Guatemala und im Kosovo vermittelten die »Friedensstifter von Trastevere« wichtige Abkommen.
 
Im Inneren wirkt die Kirche mit ihren weiß getünchten Wänden unrömisch nüchtern, fast protestantisch. »Es gibt hier in Trastevere viele kleine Kirchen und Kreuzgänge«, schwärmt Schavan. »Orte der totalen Stille mitten in der lärmenden Stadt.« Über die Geschichte Roms aus Sicht der kleinen Leute erzählt das ebenfalls an der Piazza gelegene Museo di Roma in Trastevere.
 
Schavan empfiehlt die »Trattoria degli Amici«, das Lokal der Freunde. »Ein inklusives Restaurant, seit vielen Jahren arbeiten dort Menschen mit Behinderungen«, erzählt sie. »In dieser Trattoria kann man nicht nur lecker essen und guten italienischen Wein bekommen, man unterstützt auch noch eine tolle Idee.«
 
Reiseziel: Der Stadtteil und das einstige Arbeiterviertel Trastevere liegt westlich des Tiber.
 
Anreise: Rom ist von Deutschland aus über zahlreiche Direktflüge von mehreren deutschen Städten erreichbar.
 
Informationen: Italienische Zentrale für Tourismus, Barckhausstraße 10, 60325 Frankfurt, Tel. 069-237434, E-Mail: frankfurt@enit.it

(05.09.2017, dpa)
 
{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Europa Tue, 05 Sep 2017 11:27:05 +0000
Fluss, Land, Stadt: Kreuz und quer über den Mississippi http://www.reise-preise.de/reisetipps/nordamerika/fluss-land-stadt-kreuz-und-quer-ueber-den-mittleren-mississippi.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/nordamerika/fluss-land-stadt-kreuz-und-quer-ueber-den-mittleren-mississippi.html Fluss, Land, Stadt

Kreuz und quer über den Mississippi

Die größte Stadt im US-Bundesstaat Missouri: Die Aussichtskanzel des Gateway Arch bietet einen guten Blick herunter auf St. Louis.

Früher war der Mississippi eine Grenze, politisch wie psychologisch. Dahinter begann der Wilde Westen, den sich die USA im Laufe des 19. Jahrhunderts langsam eroberten. Von der Grenze ist nichts mehr zu spüren. Doch auch heute erleben Besucher eine Region der Gegensätze.

Üppig sprießen Petunien aus kniehohen Pflanzkübeln. Ältere Paare schlendern über den Boulevard. Im Hintergrund fließt träge der Mississippi.

Ein Frachtschiff stemmt sich gegen den Strom, doch es ist zu weit entfernt, um Motorenlärm bis ans Westufer des bekanntesten Flusses der USA zu werfen. Ein wenig landeinwärts funkelt die Kuppel des County-Verwaltungsgebäudes im Licht des Sonnenuntergangs. Es ist die reinste Idylle, die der Riverwalk von Dubuque im Osten von Iowa an diesem Sommerabend verströmt. Kleinstadt-Amerika von seiner schönsten Seite. 

{module=[311]}
 
Szenen wie diese bleiben im Kopf nach einer Reise an den Mittellauf des Mississippi, in die US-Bundesstaaten Iowa, Illinois und Missouri. Ebenso aber bleiben Erinnerungen an leerstehende Lagerhäuser, zugenagelte Läden und eingestürzte Wohngebäude.
 
Der Mississippi ist noch immer ein wichtiger Transportweg vor allem für Agrarprodukte aus dem Mittleren Westen. Doch manche Städte an seinen Ufern haben bessere Zeiten gesehen. Einige sind so einladend wie Dubuque. Andere wie Cairo im äußersten Süden von Illinois wirken in Teilen so, als seien sich selbst überlassen worden.
 
Es ist die Great River Road, die dabei hilft, links und rechts des Mississippi ein in vielerlei Hinsicht widersprüchliches Amerika zu erkunden. Im Range eines »National Scenic Byway« schlängelt sich die gut ausgeschilderte Route durch die meist flache Landschaft, vorbei an endlos erscheinenden Mais- und Sojabohnenfeldern, ab und zu durch kleine Wälder und nicht immer mit direktem Blick auf den Fluss. 
 
Genutzt wird die Touristenroute vor allem von Einheimischen, wie man leicht feststellt, wenn man abends im Diner miteinander ins Gespräch kommt. Urlauber aus Übersee sind – anders als in New York, Florida oder Kalifornien – eher selten anzutreffen am mittleren Mississippi. Und das, obwohl die Region genau jene Eindrücke bietet, die viele Menschen auf Reisen so gerne suchen: authentischen Alltag.
 
Eine Reise zwischen Dubuque im Norden und Cairo im Süden führt einmal die komplette Westgrenze von Illinois entlang, die der Mississippi bildet. Auf Highways abseits des Flusses wären das acht Stunden. Auf der Great River Road sind dagegen drei bis vier Tage ein angemessener Zeitraum. Sonst bliebe keine Zeit für die kleinen Attraktionen am Wegrand. Immer wieder geht es dabei kreuz und quer über den Fluss.
 
Einer der schönsten Orte an der Great River Road ist Galena in Illinois, nur eine kurze Distanz von Dubuque entfernt. Kurz vor dem US-Bürgerkrieg erlebte die Stadt ihren Boom – noch heute zu erkennen an den vielen Rotziegelgebäuden und bunten Holzhäusern. Damals kamen manchmal gut 500 Reisende am Tag in Galena an, auf Durchreise zu den Städten im Norden und Westen des Landes, die damals neu entstanden. Heute sehen sich gut eine Million Besucher im Jahr die Stadt an. 
 
Zurück an den Fluss: Viele Lagerhäuser in Städten wie Davenport, Burlington und Keokuk in Iowa oder Moline in Illinois stehen heute leer oder sind in Büros verwandelt worden. Die Städte haben Teile ihrer Flussufer in Parks verwandelt. An der Riverfront in Davenport treffen sich die Angler, Entenfütterer und Jogger. Kleinstadt-Amerika von seiner ganz alltäglichen Seite.
 
Südlich der Grenze von Iowa und Missouri liegt Hannibal. Es ist der Ort der Kindheit von Samuel Langhorne Clemens, der unter dem Namen Mark Twain weltberühmt wurde und dessen Verbundenheit mit Hannibal in klingende Münze verwandelt wird. Vom Hotel bis zur Besucherhöhle: Viele Plätze locken mit Twains Namen, ein Museum zu Ehren des Schriftstellers gibt es natürlich auch. 
 
Zurück ans Ostufer des Flusses: Bei Grafton und Alton führt die Great River Road mal für einige Meilen unmittelbar am Mississippi entlang. Etwas weiter südlich lädt der knapp 55 Meter hohe Lewis & Clark Confluence Tower mit seinen drei Aussichtsplattformen zu einem Stopp ein. Zu sehen gibt es von dort – allerdings aus einiger Distanz – die Mündung des Missouri River in den Mississippi. 
 
Nach der langen Überlandfahrt am Fluss entlang wartet etwas südlich die größte Stadt am Mittellauf des Mississippi: St. Louis. Einst wichtigster Ort auf dem Weg in den Westen überhaupt, ist sie in den vergangenen Jahrzehnten ziemlich in Verruf gekommen, wegen der Kriminalität. All das erscheint allerdings weit weg, wenn man unter der größten Attraktion in St. Louis steht: dem 192 Meter hohen Gateway Arch, der 1963 bis 1965 als Teil des Jefferson National Expansion Memorials gebaut wurde. Der gewaltige Bogen symbolisiert das Tor zum Westen, das sich mit der Expedition von Meriwether Lewis und William Clark öffnete. Sie drangen im Auftrag von US-Präsident Jefferson von 1804 bis 1806 von St. Louis aus bis zum Pazifik vor und legten damit den Grundstein für die Eroberung des Wilden Westens. 
 
Wie nahe Verfall und Wohlstand am Old Man River beieinander liegen können, zeigt sich auch, wenn man von St. Louis aus weiter nach Süden fährt. Cape Girardeau präsentiert sich als schmuckes Städtchen mit lebhaftem Zentrum. Nur 40 Autominuten weiter südöstlich folgt mit Cairo in Illinois wieder ein Ort mit viel Vergangenheit und wohl nur wenig Zukunft. Die meisten Geschäfte haben ihre Schaufenster mit Tapeten oder Zeitungen zugeklebt. Keine Petunien, keine schlendernden Paare. Kleinstadt-Amerika mal von seiner nicht ganz so schönen Seite. 
 
Great River Road am Mississippi
 
Fluss und Route: Der Mississippi ist etwa 3.770 Kilometer lang, fließt überwiegend in Nord-Süd-Richtung und berührt zehn US-Staaten. Die Great River Road gibt es seit 1938. In Minnesota, wo die Quelle des Mississippi liegt, kreuzt sie mehrfach den Fluss. Südlich davon verläuft sie – zum Teil mit einigem Abstand – entlang beider Ufer.
 
Anreise: Ein guter Ausgangspunkt für eine Reise zum Mittellauf des Mississippi ist Chicago. Nonstopflüge dorthin gibt es von mehreren deutschen Flughäfen aus. Von Chicago aus sind es per Auto etwa 270 Kilometer nach Dubuque in Iowa, etwa 480 Kilometer nach St. Louis in Missouri und etwa 620 Kilometer nach Cairo im Süden von Illinois. Umsteigeverbindungen nach St. Louis gibt es von vielen US-Flughäfen.
 
Einreise: Deutsche Urlauber brauchen kein Visum, müssen sich online aber eine elektronische Einreiseerlaubnis (Esta) besorgen. Sie kostet 14 US-Dollar und gilt zwei Jahre lang.
 
Reisezeit: Kalte Winter und heiße, oft schwüle und regnerische Sommer bestimmen das Klima in der Region. Die Tageshöchsttemperatur liegt in St. Louis von Mitte Juni bis August meist bei mehr als 30 Grad. Gute Reisezeiten sind September/Oktober sowie Ende April bis Mitte Juni.
 
Übernachtung: In den größeren Orten beiderseits des Flusses sind in der Regel mehrere Hotels bekannter Ketten wie Hampton Inn, Days Inn, Holiday Inn, Super 8 Motel oder Best Western vertreten. Auch in der Hochsaison sind Zimmer in der Regel auch kurzfristig zu bekommen.
 
Geld: Für einen Euro bekommen Reisende etwa 1,18 US-Dollar (Stand: August 2017). Das Bezahlen mit Kreditkarten ist sehr weit verbreitet.
 
Informationen: Die US-Staaten, die der Mississippi berührt, betreiben gemeinsam die Info-Website. Weiterführende Informationen im Netz unter Great Rivers Country für Illinois c/o Wiechmann Tourism Service, Scheidswaldstraße 73, 60385 Frankfurt/Main, Tel.  069-25538280, E-Mail: illinois@wiechmann.de sowie für Missouri und für Iowa.

(30.08.2017, dpa)
 
{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Nordamerika Wed, 30 Aug 2017 08:04:32 +0000
Städtetrips Deutschland: Die besten Locations und Geheimtipps http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/staedtetrips-deutschland-die-besten-locations-und-geheimtipps.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/staedtetrips-deutschland-die-besten-locations-und-geheimtipps.html Städtetrips Deutschland

Die besten Locations und Geheimtipps

Städtereisen sind beliebt

Städtereisen sind beliebt wie selten zuvor: 31,7 Millionen Kurzurlaubsreisende gab es 2015 in Deutschland - eine riesige Menge. Besonders beliebt sind zum Beispiel München, Hamburg, Dresden und Köln. 

Doch oft zieht es die Touristen stets auf die gleichen, ausgelatschten Orte. Dieser Artikel verrät, warum Städtereisen überhaupt so interessant sind und welche Dinge man in den Städten gesehen haben sollte, die nicht alle Touristen kennen.

Warum Städtereisen so beliebt sind

Städtereisen passen einfach perfekt zu dem dynamischen Lebensgefühl, das viele Menschen beim Reisen haben wollen. Denn anders als bei Fernreisen müssen sie nicht viel planen - ein freies Wochenende, ein paar Zugtickets, eine Unterkunft, schon kann es losgehen. Kein  Und ganz sicher spielt auch die finanzielle Planungssicherheit eine Rolle, denn die Kosten kann man wesentlich besser im Überblick behalten - die Währung ist stets die gewohnte, die Preise mögen sich zwar geringfügig unterscheiden, aber im Großen und Ganzen bleiben sie übersichtlicher.
Und klar: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Frage stellte schon Goethe, und die deutschen Städte bieten mehr als genug Anreize, um sie zu erkunden. 
 
Köln - Die Stadt am Rhing
 
Köln ist eine Stadt mit ganz besonderem Lokalkolorit. Schließlich sind die Einwohner Kölns nicht umsonst ganz besonders stolz auf ihre Stadt und pflegen vielmehr als nur einen eigenen Dialekt. Kein Wunder, dass sich Eigenheiten entwickelt haben, denn die Geschichte der Stadt ist alt und reicht bis in die Römerzeit zurück. Im Mittelalter war Köln mit etwa 40.000 Einwohnern die größte Stadt Deutschlands - heute ist es eine gute Million von Menschen, die den Kölner Raum ihre Heimat nennen dürfen. 
 
Doch zwischen all den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehen oft schöne Plätze völlig unter. Ein gutes Beispiel ist etwa das römisch-germanische Museum der Stadt, das direkt neben dem Dom liegt und doch oft von Touristen übersehen wird. Der Reiz besteht vor allem darin, sich zahlreiche Funde aus dem römischen Alltagsleben ansehen zu können und somit eine Reise in das ganz normale Leben der Römer zu unternehmen. Wer keinen Cent dafür zu zahlen bereit ist, kann sich auch neben dem Museum die gut erhaltene Hafenstraße aus der römischen Zeit ansehen. Es handelt sich um die einzig begehbare römische Straße in einer deutschen Großstadt - also ab dafür!
 
Nicht nur der Dom ist eine sehr bedeutende Kirche in Köln. Ein Ausflug zur eindrucksvollen Groß Sankt Martin lohnt sich nicht nur aufgrund ihrer schönen Architektur. Vor der Kirche stehen zwei Statuen. Diese heißen Tünnes und Schäl und sind Karikaturen auf kölsche Kleinbürger, die ursprünglich vom Lande stammen - sie werden bis heute zum Beispiel bei Büttenreden gerne gespielt. Ein Griff an die Nase von Tünnes soll übrigens Glück bringen, also keine falsche Scheu!
 
Des Abends sollte man einen schönen Abstecher sollte man auf jeden Fall in die zahlreichen Brauhäuser machen, um ein Kölsch zu trinken. Achtung: Für einen fröhlichen Aufenthalt sollte man zum Beispiel im Umgang mit dem Köbes, dem Brauhaus-Kellner beachten, denn dieser ist in aller Regel nicht auf den Mund gefallen.
 
Dresden - Das Elbflorenz
 
Blick auf die Frauenkirche in Dresden
Dresden gehört zu den sehenswertesten Städten in den neuen Bundesländern. Das liegt nicht "nur" an den Klassikern, wie der Semperoper oder dem Zwinger, die die Stadt so bietet, sondern auch daran, dass es einige Geheimtipps gibt, die man sich beim Besuch nicht entgehen lassen sollte. 
 
Zu den absolut schönsten und bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten Dresdens gehört das sogenannte Blaue Wunder. Dabei handelt es sich um eine Elbbrücke. Zu ihrem besonderen Namen kam sie durch die Tatsache, dass ihre Spannweite in der Zeit des Baus ohne Strompfeiler ein technisches Novum war. Der hellblaue Anstrich komplettiert dann den Namen. Wer sich also auch nur annähernd für eine technische Meisterleistung, die vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts stammt, interessiert und sich ins Bewusstsein ruft, dass das weitere Schicksal der Brücke unklar ist, sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen.
 
Die Brühlsche Terrasse ist übrigens sehr zu empfehlen, denn bei einem Spaziergang am Albertinum und der Hochschule für Bildende Künste kann man genial ins Elbtal hinabsehen und das Stadtpanorama bewundern -  zehn Meter über der Elbe kein Problem.
 
Kulinarisch wird es im Rauschenbach-Deli. Dabei handelt es sich um ein klasse Café und Restaurant, das insgesamt 170 Kaffeespezialitäten, Weine und internationale Speisen anbietet. Das Viertel, zu dem das Rauschenach-Deli gehört, kann man für Gourmets ohnehin sehr empfehlen. Die sogenannte Weiße Gase, die Tapas-Bars, Griechen und vieles mehr beherbergt, bietet etwas für jeden Geschmack.
 
Es lohnt sich, weitere Tipps zum Feiern, Bummeln und Entdecken anzusehen, bevor man den Trip an die Elbe beginnt. 
 
Hamburg hinter den Kulissen
 
Elbphilharmonie, Fischmarkt, der Michel, der Hafen und Co.: Klassische Adressen für einen Städtetrip nach Hamburg. Aber es geht auch anders!
 
Wer sich zum Beispiel für die lange, subkulturelle Geschichte der Stadt interessiert, sollte unbedingt mal die Hafenstraße besuchen. Hier gab es Anfang der 1980er-Jahre Hausbesetzer, die sich gegen den Rauswurf aus ihren Häusern wehrten, die die Stadt abreißen wollte, um damit für teurere Gebäude Platz zu machen - ein frühes Beispiel für die Gentrifizierung. Es lohnt sich übrigens, mal die ganze Geschichte zu lesen. Mittlerweile ist die Hafenstraße zwar schicker, aber viele der ehemaligen Studenten wohnen immer noch dort und bewahren das originale Flair der Gegend. 
 
Hamburg eignet sich auch genial zum Shoppen - und zwar weitab der großen Ketten von Unternehmen, die es überall gibt. So gibt es im Karoviertel ein buntes Allerlei aus Geschäften, das für jeden Geschmack etwas bietet. Dazu gehört zum Beispiel ein Plattenladen, der in der Tat das Paradies für Vinyl-Liebhaber und -Sammler darstellt. Genauso empfehlenswert ist der Sneaker-Laden "Hot Dogs", der Sneaker auch aus vergangenen Zeiten anbietet und nicht nur die Massenware der Gegenwart. Im Karoviertel gibt es natürlich noch viele weitere Chancen, in Designer-Läden ein individuelles Textil abzustauben, das nicht alle Menschen schon haben können.
 
Fans des Autors Heinz Strunk, die seinen Roman "Der Goldene Handschuh" gelesen haben, sollten übrigens die Chance nutzen, der gleichnamigen Kneipe mal einen Besuch abzustatten. Die frühere Stammkneipe des Serienmörders Fritz Honka hat das ganze Jahr, jede Woche und jeden Tag die ganze Zeit auf. Nur ist das Milieu mittlerweile nicht mehr so extrem wie zu Honkas Zeiten, das Publikum ist wesentlich bunter, und, begrüßenswerterweise, auch erheblich gesitteter. 
 
Die Münchener Altstadt mit der Frauenkirche - im Hintergrund die Alpen
Isarmetropole München - das Herz von Bayern
 
München ist nicht nur die Hauptstadt Bayerns, die Heimat des Olympiastadions, der Frauenkirche und der Wiesn, sondern auch perfekt für Fans von Besichtigungen abseits ausgelatschter Pfade. Wer zum Beispiel einen überragenden Blick über die Stadt haben will, sollte den Olympiaberg hinaufsteigen. Der Aufstieg ist zwar ziemlich steil, lohnt sich aber, denn von oben hat man nicht nur einen genialen Überblick über die Stadt, sondern kann bei guter Sicht sogar bis zu den Alpen blicken. 
 
Wenig geheim, aber trotzdem genial ist ein Besuch auf dem Viktualienmarkt. Hat man sich dort mit ein paar Leckereien eingedeckt, kann man sich bequem auf den Sankt-Jakobs-Platz setzen, und dann auf einer Bank seine leckeren, frischen Oliven oder andere Köstlichkeiten essen. 
 
Richtig klasse ist übrigens der sogenannte "Barroom". Dort kann man Cocktails schlürfen - so weit, so gewöhnlich. Dazu gibt es aber eine einzigartige Atmosphäre, die einen in die Welt der 1920er-Jahre versetzt - gerade für Reisende, die mal eine Auszeit nehmen wollen vom Touri-München, das sich noch bayrischer macht als es das ohnehin schon ist, eine ideale Idee.
 
Einfach selbst schauen!
 
Die beste Idee ist es, neben den Geheimtipps im Internet einfach auf eigene Faust durch die Städte zu ziehen. Wer sich abseits der üblichen Routen bewegt, kann einfach besser das wirkliche Flair und die Besonderheiten der Städte genießen. So erlebt man die jeweilige Metropole viel intensiver und authentischer - wie die meisten Reisenden es auch wirklich haben wollen! 

(30.08.2017, rp)

{module=[1036]}]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Europa Wed, 30 Aug 2017 07:22:29 +0000
Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/spannung-am-affenfelsen-gibraltars-tourismus-und-der-brexit.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/spannung-am-affenfelsen-gibraltars-tourismus-und-der-brexit.html Spannung am Affenfelsen

Gibraltars Tourismus und der Brexit

Wie in die Landschaft geworfen: Gibraltars imposanter Kalksteinfelsen

Shopping-Paradies, Neandertalerhöhlen, rotzfreche Berber-Affen – und ein politischer Zankapfel: Gibraltar, das britische Überseegebiet an der Südspitze Spaniens, ist so einzigartig wie umstritten. Was passiert touristisch, wenn der Brexit kommt?

Bei den Brexit-Verhandlungen um den Austritt Großbritanniens aus der EU gibt es viele Stolpersteine. Einer von ihnen ist sehr massiv, im wörtlichen Sinne. Der Stein ist 426 Meter hoch, sechseinhalb Quadratkilometer groß und liegt fernab der britischen Insel im Süden Spaniens: Gibraltar.

Bereits 1704 nahm Großbritannien den strategisch wichtigen Felsen an der Meerenge zwischen Europa und Afrika in Besitz. Seit Jahrhunderten fordert Spanien ihn zurück. Die Brexit-Verhandlungen haben den Streit um Gibraltar neu entfacht. Vor allem die örtliche Tourismusbranche zittert vor den möglichen Folgen.

{module=[311]}
 
Mehrere Millionen Urlauber besuchen jährlich den sogenannten Affenfelsen. Die meisten kommen über die Landgrenze. Werden sie das immer noch tun, sollte Spanien die Grenzkontrollen nach einem Brexit verschärfen? »Ich bin mir sicher. Gibraltar hat viel zu bieten«, sagt Nicky Guerrero, Gibraltars Tourismus-Direktor.
 
Mit Blick auf die geringe Landfläche hat er objektiv gesehen nicht Unrecht: Gibraltar ist klein und sicher. Das macht das britische Überseegebiet vor allem für Kreuzfahrtschiffe attraktiv.
 
Besonders beliebt ist Gibraltar als Shopping-Paradies. Es gibt hier keine Mehrwertsteuer. So decken sich die meisten Urlauber mit Tabak, Alkohol, Parfüm, Uhren, Schmuck und elektronischen Geräten ein. Mit Eastern Beach, Catalan und Sandy Bay erwarten drei Mittelmeerstrände die Besucher. In der Straße von Gibraltar stehen Wracktauchen, Segeln und Delfin-Beobachtung auf dem Programm.
 
Gibraltars touristische Höhepunkte findet man aber weiter oben, im Naturschutzgebiet Upper Rock, wo rund 300 Berberaffen ihr Unwesen treiben. Es sind die einzigen freilebenden Affen Europas. Vor allem aber sind sie rotzfrech. Der Besuch der alten Araber-Burg und die Sicht nach Marokko sind beeindruckend. Auf einen Blick sieht man drei Länder, zwei Kontinente und zwei Weltmeere. Das ist einzigartig, aber auch gefährlich. Denn die kleinen Affen warten nur darauf, Brillen, Taschen, Geldbörsen und Essen zu klauen.
 
Der Kalksteinfelsen beherbergt Dutzende gigantischer Tropfsteinhöhlen wie die St. Michael's Cave. Der Gorham-Höhlenkomplex wurde 2016 sogar zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Hier lebten die letzten Neandertaler Europas. Geschichtlich ist Gibraltar hoch interessant: Im Altertum soll der Ort eine der Säulen des Herakles gewesen sein. Danach siedelten sich hier Phönizier und Römer an. 711 wurde Gibraltar von den muslimischen Berbern eingenommen.
 
In der Stadt selber weiß man auch nicht so recht, ob man nun in Spanien oder Großbritannien ist. Auf dem Casemates Square servieren Kellner Fish and Chips und Paellas, britisches Bier und spanischen Rotwein. Die typischen britischen Telefonzellen stehen neben Palmen.
 
»Gibraltar ist geschichtlich, sprachlich, architektonisch und kulturell eine Mischung aus Großbritannien, Spanien, Portugal, Malta, Italien und Marokko. Wir haben uns einfach das Beste aus jeder Kultur genommen«, erklärt Touristenführer Tito Vallejo. »Hier haben Juden, Christen, Muslime und Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt immer friedlich zusammengelebt.« Doch war der strategisch begehrte Affenfelsen stets bedroht, wie die omnipräsenten Kanonen und Verteidigungstunnel zeigen. Die helfen aber nicht gegen den Brexit.
 
Anreise: Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge nach Gibraltar. Die nächsten spanischen Flughäfen, die man von Deutschland aus anfliegen kann, sind Malaga und Sevilla. Da Gibraltar nicht zum Schengen-Raum gehört, finden Ausweiskontrollen statt.
 
Geld: Offizielle Währung ist zwar das Gibraltar-Pfund, es kann aber überall in Euro bezahlt werden.
 
Informationen: Fremdenverkehrsamt Gibraltar, 13 John Mackintosh Square, Gibraltar, Tel.00350-20045000

(24.08.2017, dpa)

{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Europa Thu, 24 Aug 2017 09:55:52 +0000
Bosnien-Herzegowina: Sarajevos »Tunnel des Lebens« http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/bosnien-herzegowina-erinnerung-sarajevos-rtunnel-des-lebensl.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/bosnien-herzegowina-erinnerung-sarajevos-rtunnel-des-lebensl.html Bosnien-Herzegowina

Sarajevos »Tunnel des Lebens«

Blick auf die Kaisermoschee in Sarajevo: Die Stadt ist muslimisch geprägt, doch pflegt einen entspannten und liberalen Lebensstil

Scharfschützen zielten auf Zivilisten: Im Bosnienkrieg wurde Sarajevo fast vier Jahre belagert. Die einzige Verbindung nach draußen war ein Tunnel unter dem Flughafen. Der Ausgang ist heute ein Museum. Die Erinnerung an den Krieg zieht Touristen in die Stadt.

Wo einmal der Tod durch Scharfschützen lauerte, hängen heute Blumenkästen vor den Fenstern. Südlich des Flughafens von Sarajevo sind viele Häuser frisch gestrichen, Rosen blühen in den Vorgärten. Schuppen, Gewächshäuser, Wäscheleinen: die beschauliche Idylle der Peripherie.

Die schmale Straße führt zu einem unscheinbaren Ort, ohne den es Sarajevo heute so nicht geben würde. Der »Tunnel des Lebens« war während der Belagerung Sarajevos durch bosnisch-serbische Milizen die einzige Verbindung der muslimischen Bevölkerung zur Außenwelt. Er führte unter dem Flughafen hindurch. Auf diesem Weg gelangten Waffen, Munition, Medizin und Lebensmittel in die Stadt. Soldaten und Bewohner kamen hinein und wieder hinaus.

{module=[311]}
 
Der Eingang zum Tunnel jenseits des Belagerungsrings lag im Keller eines Privathauses im Vorort Butmir. Heute befindet sich dort ein kleines Museum.
 
»Für vier Stangen Zigaretten konnte man in der Stadt ein Fahrrad kaufen«, erinnert sich Jasmin Hasanovic, der Touristen führt und die überschaubare Ausstellung mit Anekdoten belebt. Glatze, schwarzes T-Shirt, ein geduldiger Typ. Als die offizielle Blockade der Stadt im Mai 1992 begann, war er zwölf. Der Tunnel erlaubte gute Geschäfte. Vorrangig aber bewahrte er Sarajevo vor dem Fall. 
 
Der Horror in nackten Zahlen: Im Schnitt feuerten die Milizen täglich 329 Granaten auf die Stadt, an einem Tag sogar 3.777. Heckenschützen töteten gezielt Zivilisten. Identifiziert wurden 11.541 Tote, davon rund 1.600 Kinder. Sarajevo war 1.425 Tage eingekesselt, die längste Belagerung einer Stadt im 20. Jahrhundert.
 
Im Museum informiert ein Film über den Schrecken jener Tage. Er zeigt Geschäftsleute mit Anzug und Aktentasche, die über Straßen spurten, um nicht erschossen zu werden. Kriegsalltag, surrealer Irrsinn.
 
Als die Blockade begann, gab es noch keinen Tunnel. Der Flughafen als schwächster Punkt des Belagerungsrings war der einzige Korridor nach draußen. Wollten Menschen aus der Stadt oder wieder hinein, mussten sie über das 450 Meter breite Flugfeld rennen. Das wurde »fast zu einer sportlichen Disziplin«, heißt es auf einer Museumstafel.
 
Im Juli 1992 übernahmen die Vereinten Nationen (UN) den Flughafen. Die Bewohner der Stadt wurden fortan aus der Luft versorgt. Doch der Transit von Zivilisten und bosnischen Soldaten über das Flugfeld blieb streng verboten. Griffen die Blauhelme jemanden auf, setzten sie ihn wieder dort ab, wo er losgerannt war. »Also haben die Menschen einen Trick angewandt«, erzählt Hasanovic. »Sie sind bewusst in entgegengesetzter Richtung geflohen. Die UN hat sie dann dorthin gebracht, wo sie hinwollten.» Ein »Gratis-Taxi«, sagt der 37-Jährige amüsiert. Zeiten der Not haben ihre eigene absurde Komik.
 
Derartige Manöver waren riskant und keine Dauerlösung, um Sarajevo verteidigungsfähig zu halten. Also begannen die Bosniaken mit dem Tunnelbau, unter größter Geheimhaltung. Von beiden Seiten wurde gegraben. Wer heute über das weite Flugfeld schaut, wundert sich: Wie war es möglich, sich in der Mitte zu treffen? Funk habe man nicht nutzen können, erklärt Hasanovic. Zu gefährlich. Also schob man immer wieder Stangen durch den Boden nach oben, zur Orientierung.
 
Vier Monate und vier Tage schufteten die Bosniaken unter Tage, im Juli 1993 wurde der Tunnel eröffnet. Ein Meter Breite, Höhe 1,60 Meter, 800 Meter Länge. Noch 25 Meter des Tunnels sind heute für Touristen geöffnet.
 
In den ersten Monaten wurde der Tunnel nur vom Militär genutzt, dann auch von Privatpersonen. Allerdings brauchte man eine Erlaubnis von der Polizei in Sarajevo. Einmal aus der Stadt gelangt, brachte ein Fahrer die Geflohenen mit einem Laster in die Berge. Nachts, ohne Scheinwerfer. Hasanovic nennt den Mann deshalb nur »crazy driver«, den verrückten Fahrer. Das schrottreife Fahrzeug rostet heute im Garten des Tunnel-Museums vor sich hin.
 
Allzu lange dauerte es nicht, bis die bosnisch-serbischen Milizen von der Existenz des Tunnels wussten und den Ausgang unter Feuer nahmen – doch die Verbindung wurde nie gekappt. Im Gegenteil: Der Tunnel wurde noch ausgebaut. Die bosnische Armee legte Schienen durch den Schacht und nutzte Lorenwagen. Außerdem wurden eine Starkstrom- und eine Treibstoffleitung durch den Tunnel gelegt.
 
Auf die UN ist Hasanovic nicht gut zu sprechen. »Wir haben sie nur United Nothing genannt«, sagt er. Statt United Nations. Vereintes Nichts also – auf Deutsch geht das Wortspiel nicht auf. Wieder so ein trockener Kriegswitz. Tatsächlich war die UN lange hilflos.
 
Nachdem der Marktplatz von Markale im Lauf der Belagerung wiederholt schwer beschossen wurde und Dutzende Menschen dabei starben, drehte die Stimmung. Die Nato nahm serbische Stellungen unter Feuer. Im Dezember 1995 wurde der Dayton-Friedensvertrag unterzeichnet, die Blockade wenig später beendet. Die Stadt wurde wieder aufgebaut.
 
Die Geschichte des Krieges ist heute eine Säule des Tourismus in Sarajevo, es gibt Führungen und Ausstellungen. Historisch hat die Stadt aber auch sonst viel zu bieten: die osmanische Altstadt mit dem Basar Bascarsija, Gotteshäuser aller Weltreligionen auf engstem Raum, Flaniermeilen aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie.
 
Sarajevo wirkt auf Reisende einladend und weltoffen. Doch die Bosnier leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und der Korruption in der Politik. »Es gab viele Versprechungen auf ein besseres Leben nach dem Krieg«, sagt Hasanovic. »Nichts davon wurde eingehalten.«
 
Reiseziel: Sarajevo ist die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Der Staat besteht aus der Föderation Bosnien und Herzegowina und der Republik Srpska.
 
Anreise und Formalitäten: Direktflüge von Deutschland nach Sarajevo gibt es nur mit Lufthansa ab München. Viele Umstiegsverbindungen gibt es etwa mit Austrian Airlines über Wien.
 
Übernachtung: Die meisten Touristen in Sarajevo wählen ein Hotel in der Altstadt oder deren Umgebung. Große internationale Hotelketten sind vor Ort, es gibt Herbergen aller Preisklassen. In einem guten Vier-Sterne-Hotel kostet das Doppelzimmer ab etwa 80 Euro pro Nacht.
 
Geld: Die Währung ist die konvertible Mark, die in einem festen Wechselkurs an den Euro gekoppelt ist. 1 Euro sind 1,96 Mark. In Sarajevo lässt sich die Landeswährung am Bankautomaten abheben.
 
Sicherheit: Sarajevo ist eine verhältnismäßig sichere Stadt, in der sich Touristen frei bewegen können. Im Zweifel vor Ort informieren, welche Gegenden nachts zu meiden sind.

(22.08.2017, dpa)

{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Europa Tue, 22 Aug 2017 09:48:12 +0000
Venedig-Filmfestival: Auf den Spuren der Hollywood-Stars http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/venedig-filmfestival-auf-den-spuren-der-hollywood-stars.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/venedig-filmfestival-auf-den-spuren-der-hollywood-stars.html Venedig - Filmfestival

Auf den Spuren der Hollywood-Stars

Venedig ist sehr romantisch: Mit der Gondel können sich Besucher durch die Wasserstraßen fahren lassen

Vorhang auf, Film ab: Die Lagunenstadt Venedig wirkt wie eine gigantische Kulisse. Damit liefert sie während der Filmfestspiele die perfekte Showbühne für Stars und Sternchen. Wo sich die Filmprominenz in Venedig trifft – und wo sie sich versteckt.

Während der Filmfestspiele wird Venedig zu einer riesigen Bühne für Kinostars und -sternchen. Gourmet-Restaurants und Luxushotels verwandeln sich in Theaterkulissen für das Schauspiel der Eitelkeiten. Die meisten Stars suchen das Rampenlicht, einige aber auch stille Rückzugsorte.

Die Filmstars quetschen sich natürlich nicht auf den schwimmenden Linienbussen. Megastars wie Angelina Jolie oder Oscar-Preisträger wie Emma Stone und Jeremy Irons lassen sich per privatem Taxiboot über die Kanäle chauffieren. Auf edlen Holzbooten flüchten viele Promis vor den Menschenmassen auf eine der vorgelagerten Inseln.

{module=[311]}
 
Eine dieser Oasen ist San Clemente. Knapp 15 Minuten dauert die Fahrt im Hotelboot vom Trubel des Markusplatzes in die Ruhe der einstigen Klosterinsel. Hinter der bescheidenen Tür des »San Clemente Palace Kempinski« führt eine von mächtigen Muranoglas-Lüstern beleuchtete Freitreppe hinauf zu edlen Zimmern und Suiten. Während der Filmfestspiele 2016 residierte dort Jude Law, zuvor schon Penelope Cruz und Robert De Niro.
 
Die Terrasse des Restaurants »Acquerello« auf der Piazza vor der 800 Jahre alten Klosterkirche wirkt in der Abendsonne wie das Set für einen Werbefilm. Der Blick schweift über die Lagune hinüber nach San Marco. Die Küche von Vincenzo Di Tuoro ist eine der besten, diejenige von Giancarlo Perbellini und Federico Belluco auf der Nachbarinsel nach Meinung vieler Kritiker derzeit die allerbeste in Venedig. 
 
»Dopolavoro« heißt ihr zum »JW Marriott Hotel« gehörendes Restaurant auf der Isola delle Rose. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Lokal bietet während der Filmfestspiele eine nahezu hundertprozentige Garantie, Filmstars zu treffen. Das Ambiente ist modern und leger, die Küche innovativ und mit einem spielerischen Touch. 
 
Zu den kulinarischen Top-Adressen gehört auch das »Aman Hotel Canal Grande« ganz in der Nähe der Rialto-Brücke. Das jüngste Luxushotel der Stadt residiert im noblen Palazzo Papadopoli aus dem 16. Jahrhundert. Tennisprofi Ana Ivanovic und Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger haben 2016 ebenso im »Aman« ihre Hochzeit gefeiert wie zwei Jahre zuvor George Clooney und Amal Alamuddin.
 
Clooney, der eine Villa am Comer See besitzt, war in den vergangenen Jahren besonders häufig in Venedig. Der Oscar-Preisträger logiert dabei gerne auch in der Hotel-Ikone »Cipriani«. Das Traditionshaus liegt vis-à-vis vom Markusplatz, ein Hotspot der Filmpromis.
 
Fährt man vom »Cipriani« aus den Canal Grande Richtung Rialto, tauchen bald auf der rechten Seite zwei weitere Hotspots der feinen venezianischen Gesellschaft auf: die Luxushotels »Gritti« und »Bauer« mit ihren Restaurantterrassen direkt am Wasser. Filmstars, die dort Platz nehmen, sitzen auf dem Präsentierteller. Tausende Touristen zücken auf den vorbeifahrenden Vaporetti ihre Smartphones, um Bilder und Videos von den Berühmtheiten zu machen.
 
Auf dem Lido selbst können Knipser und Autogrammjäger ihr Glück am Filmpalast selbst oder vor dem »Excelsior« gegenüber versuchen. Das in die Jahre gekommene Luxushotel ist der Geburtsort der ältesten Filmfestspiele der Welt. Auf den Terrassen des »Excelsior« fand der Kinowettbewerb 1932 zum ersten Mal statt. Bis heute trifft man auf der Restaurantterrasse des Hauses mit Blick über die Adria immer wieder mal Filmstars – sofern einen die immer nervöser werdenden Sicherheitsleute so nah heranlassen.
 
Filmfestival: Seit 1932 wird die »Mostra internazionale d'arte cinematografica di Venezia« veranstaltet. Das älteste Filmfestival der Welt zieht Hollywood-Stars wie magisch an. In diesem Jahr wird der 74. Wettbewerb in Venedig auf dem Lido ausgetragen. Vom 30. August bis 9. September werden Dutzende Kino-Stars erwartet.
 
Informationen: Tourismusverband der Provinz von Venedig, San Marco 2637, 30124 Venedig, Tel. 0039-41-5298711, E-Mail: info@turismovenezia.it

(17.08.2017, dpa)

{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Europa Thu, 17 Aug 2017 07:36:52 +0000
Nach der Flut in Prag: Wie aus Karlin ein Trendviertel wird http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/nach-der-flut-in-prag-wie-aus-karlin-ein-trendviertel-wird.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/europa/nach-der-flut-in-prag-wie-aus-karlin-ein-trendviertel-wird.html Nach der Flut in Prag

Wie aus Karlin ein Trendviertel wird

Heute, 15 Jahre nach der Katastrophe, ist Karlin ein angesagtes Viertel

Vor 15 Jahren bricht eine Jahrhundertflut über Prag herein. Am schlimmsten trifft es den Stadtteil Karlin. Nach der Katastrophe hat sich der Bezirk verwandelt.

Rettungskräfte fahren mit dem Schlauchboot durch die überfluteten Straßen. Im Prager Stadtteil Karlin steht das Wasser im August 2002 drei Meter hoch. Die Moldau hat alles überschwemmt. Die Feuerwehr rettet bei der Flut ältere Menschen und Familien mit Kindern, die sich nicht selbst in Sicherheit gebracht hatten.

Vier Gebäude stürzen ein, ein Dutzend weitere müssen abgerissen werden. Es dauert einen Monat, bis die Einwohner in ihren Stadtteil zurückkehren können.

Die Katastrophe begann am 13. August 2002, als die Flutwelle auf der Moldau Prag erreichte. Karlin liegt am Ufer und war der mit Abstand am stärksten betroffene Stadtteil. Es gab Ängste, er könnte angesichts der Zerstörungen zu einer Geisterstadt werden.

{module=[311]}
 
Heute, 15 Jahre später, ist Karlin zu einem der angesagtesten Viertel der Metropole geworden. In dem früheren Randbezirk tummeln sich Hipster, Jungunternehmer und Geschäftsleute genauso wie junge Familien mit Kindern. Es gibt Straßencafés, Yoga-Studios, Konzertsäle und Ausstellungsräume.
 
David Semerad, Chef des IT-Start-ups STRV, hat seine Büros vor einiger Zeit vom Zentrum nach Karlin verlegt. »Die Lage war sehr zentral, aber das Umfeld war sehr touristisch und entwickelte sich nicht weiter«, sagt er. In Karlin sei das anders. Praktisch jeden Monat öffne ein neues trendiges Bio- oder Superfood-Restaurant. Und weil so viele Technologie-Firmen einziehen, werde Karlin immer mehr zum tschechischen Silicon Valley. »Man spürt förmlich die Energie der vielen supermotivierten Menschen.«
 
Der 31-Jährige und seine vier Mitgründer wohnen inzwischen auch selbst in dem früheren Industrieviertel, ebenso wie viele der 150 Mitarbeiter. Angst vor einer erneuten Flutkatastrophe haben sie nicht. »In der Technologie-Branche ist das Tempo so schnell, dass niemand darüber spricht, was letzte Woche geschehen ist – und schon gar nicht, was im Jahr 2002 war«, sagt Semerad, dessen Firma Smartphone-Apps nach Kundenwunsch entwickelt.
 
Tatsächlich scheint die Stadtverwaltung ihre Arbeit gemacht zu haben: Am Ufer der Moldau wurde ein Deich errichtet, den im Ernstfall kilometerlange mobile Schutzwände ergänzen. Pumpen sollen das Wasser zudem aus der Kanalisation halten – auf diesem Weg war es 2002 in dem tiefer gelegenen Stadtteil, der auf Deutsch Karolinenthal heißt, geströmt. Von dort bahnte es sich seinen Weg weiter durch Straßen sowie in die U-Bahnstation Krizikova und von dort aus in viele weitere Haltestellen.
 
Die Hochwasserschäden in Prag wurden mit rund 2,8 Milliarden Euro beziffert – gut ein Zehntel davon entfiel allein auf Karlin. Aus EU-Kassen flossen Fördermittel für den damaligen Beitrittskandidaten. Und Immobilienentwickler entdeckten den Charme und die Chancen des Industriestadtteils, in dem im 19. Jahrhundert Dampfschiffe und elektrische Straßenbahnen gebaut wurden. Alte Fabriken wurden entkernt und zu Gewerbekomplexen umgebaut.
 
Die Vorstadt entstand erst ab 1817 auf einem geometrischen Grundriss, deswegen sind die Straßen hier weiter und offener als in der mittelalterlichen Prager Altstadt. Wie sich Tradition und Moderne miteinander verbinden lassen, zeigt zum Beispiel das neue Bürohaus »Keystone« des Schweizer Architektenbüros EM2N. Mit seinen polygonalen Flächen nimmt es Bezug auf den tschechischen Kubismus des frühen 20. Jahrhunderts mit seinen scharfen Kanten. 
 
Nicht alle sahen die Veränderungen in Karlin nur positiv: Denkmalschützer warnten vor einem zu radikalen Umbau – oft blieben nur die Fassaden der Fabriken stehen. Die ursprünglichen Einwohner, meist einfache Arbeiter, fühlten sich von zahlungskräftigeren Schichten verdrängt.

(16.08.2017, dpa)

{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Europa Wed, 16 Aug 2017 11:09:48 +0000
150 Jahre Kanada: Eisenbahnhotels als Ikonen des Landes http://www.reise-preise.de/reisetipps/nordamerika/150-jahre-kanada-eisenbahnhotels-als-ikonen-des-landes.html http://www.reise-preise.de/reisetipps/nordamerika/150-jahre-kanada-eisenbahnhotels-als-ikonen-des-landes.html 150 Jahre Kanada

Eisenbahnhotels als Ikonen des Landes

Kanada mit der Bahn erleben: Ende des 19. Jahrhunderts bedeutete die Fertigstellung der Canadian Pacific Railway einen Brückenschlag von Ost nach West und die Einheit des Landes

Kanada feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Besucher können sich in den historischen Eisenbahnhotels der Canadian Pacific Railway auf die Spuren der Geschichte und der ersten Touristen des Landes begeben.

Es ist ein trüber Herbstmorgen irgendwo in den weiten Wäldern der kanadischen Rocky Mountains. Bärtige Männer in Anzügen und schwarzen Zylinderhüten stehen auf matschigem Boden.

Einer der Männer, der Bankier Donald A. Smith, greift zum Hammer und rammt den letzten Nagel in die Holzschwelle. Geschafft. Die transkontinentale Eisenbahn ist fertig.

{module=[311]}
 
Nach schwierigen Bauarbeiten haben die Arbeiter der Canadian Pacific Railway am Eagle Pass soeben den Brückenschlag von Ost nach West und damit die Einheit des Landes vollendet. Es ist das Jahr 1885, und kaum eine historische Szene ist in Kanada so berühmt wie jene mit dem letzten Nagel. 
 
Roberto Garito erzählt die Episode mit einer Inbrunst, als hätte sie sich erst gestern zugetragen. »Der letzte Nagel war wie die Geburtsstunde unserer Nation, denn er brachte die Siedler im Westen in den Schoß der kanadischen Familie«, erklärt er.
 
Garito arbeitet als Gästeführer im »Banff Springs Hotel«. Das Schlosshotel im Banff Nationalpark liegt nur ein paar hundert Kilometer vom Ort des Brückenschlags entfernt und gilt als das berühmteste von mehreren Eisenbahnhotels, mit denen die Canadian Pacific Railway nach der Fertigstellung der transkanadischen Strecke neue Siedler und Touristen in das Land bringen wollte.
 
Garitos Touren sind gefragt, denn Kanada feiert in diesem Jahr 150. Geburtstag, und die legendären Eisenbahnhotels wie das »Banff Springs« verkörpern die Geschichte des Landes wie nur wenige Monumente. Mehr als ein Dutzend Chalets, Resorts oder Stadthotels hatten die Bahnmanager zwischen Atlantik und Pazifik bauen lassen, um die Vision einer Nation, die von Küste zu Küste reicht, zu verwirklichen. Manche Hotels wurden geschlossen, viele aber stehen noch und gelten heute als Ikonen Kanadas.
 
In Québec City im Osten checkten die ersten Trans-Kanada-Reisenden einst im majestätischen »Chateau Frontenac« ein, bevor sie sich auf ihre 5.500 Kilometer lange Bahnfahrt über den Kontinent machten. Das Hotel, 1893 eröffnet, thront bis heute wie eine Trutzburg über der historischen Altstadt von Québec, die zum Weltkulturerbe gehört.
 
Im Hotel selbst rühmt man sich der vielen prominenten Gäste, die hier abgestiegen sind. »Hier wimmelte es nur von VIPs«, erzählt Tourguide David Mendel. Winston Churchill und Theodore Roosevelt stimmten 1943 unter dem ikonischen grünen Hoteldach ihre Strategien im Zweiten Weltkrieg ab. Alfred Hitchcock und Paul McCartney nächtigten dort.
 
Nach vier Tagen Bahnfahrt in den holzvertäfelten Salonwagen der Canadian Pacific Railway über Toronto, Winnipeg und Calgary erreichten Trans-Kanada-Reisende schließlich das andere Ende des Kontinents am Pazifik. Heute bedient die Passagiergesellschaft Via Rail mit ihrem Zug »The Canadian« die Strecke bis nach Vancouver – allerdings auf einer nördlicheren Route über Edmonton und Jasper. 
 
In Vancouver angekommen wurden Gäste gewöhnlich von Männern wie David Reid empfangen. Reid arbeitet als Concierge im »Hotel Vancouver«, dem ältesten Stadthotel der Canadian Pacific Railway in Kanada. Eröffnet wurde es zwei Jahre nach dem historischen Brückenschlag, und nach mehreren Umzügen beherbergt es seine Gäste heute in der Innenstadt gegenüber der Vancouver Art Gallery.
 
»Das »Hotel Vancouver« gehört zur Identität der Stadt wie Chinatown oder der Stanley Park und hat zum Aufstieg Vancouvers beigetragen«, erzählt Reid, während er seinen Gästen im hauseigenen Restaurant »Notch 8« frischen Tee eingießt. Hier wird heute ein Klassiker der Bahnreisen von einst serviert: ein britischer Afternoon Tea mit Earl Grey, Scones und feinen Tee-Sandwiches. 
 
Anreise: Lufthansa, Air Canada und Condor fliegen mehrere Ziele in Kanada direkt an, unter anderem Montréal, Toronto und Vancouver.
 
Einreise: Bürger aus den EU-Staaten benötigen zur Einreise nach Kanada die neue elektronische Einreisegenehmigung eTA. Sie muss vor der Reise im Reisebüro oder online beantragt werden.
 
Via Rail: Das Unternehmen bietet Fahrten auf Teilen der historischen Trans-Kanada-Route der Canadian Pacific Railway an. Der Zug »The Canadian« verbindet Toronto mit Vancouver und fährt im Winter zwei Mal, im Sommer drei Mal die Woche. Die Fahrt dauert knapp vier Tage.
 
Fairmont Hotel & Resorts: Bahnfans können zum 150. Geburtstag Kanadas Sonderreisen mit dem »Canadian« inklusive Übernachtungen in ehemaligen Eisenbahnhotels buchen.
 
Banff Springs Hotel: Führungen durch die historischen Räumlichkeiten des »Banff Springs« finden jeden Tag um 13:00 Uhr statt und sind für Hotelgäste kostenlos. Treffpunkt ist die Heritage Hall.
 
Chateau Frontenac: Cicerone Tours bietet im Sommer mehrmals täglich historische Hotelführungen in Englisch oder Französisch an. Sie dauern eine Stunde und kosten 17,40 Kanadische Dollar (rund 11,70 Euro) pro Person. Treffpunkt ist die Terrasse Dufferin vor dem Hotel.
 
Hotel Vancouver: Im »Hotel Vancouver« erinnert unter anderem das Restaurant »Notch 8« an die Zeit der großen Eisenbahnreisen. Heute ist es auf Spezialitäten der Nordwestküste spezialisiert.

(15.08.2017, dpa)

{module=[1036]}
]]>
webmaster@reise-preise.de (Administrator) Nordamerika Tue, 15 Aug 2017 09:11:28 +0000