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Der Irrawaddy, eine Landschaft wie aus dem Asien-Bilderbuch

Der Irrawaddy, eine Landschaft wie aus dem Asien-Bilderbuch (Foto: Wikimedia Commons, Michals Coghlan)

Myanmar-Burma Irrawaddy: Flussabwärts Burma bereisen

Myanmar, Burma, Birma – Die Reise führt ein Land mit vielen Namen und vielen Gesichtern. Bezaubernd und widersprüchlich zugleich. Eine selbst organisierte Fluss-Reise von Myitkyina nach Bagan, rund 750 Kilometer auf Burmas goldener Ader, ist ein fantastisches Erlebnis für zivilisationsmüde Traveller. Ein Reisebericht über Myanmar.

Es knirscht, ein kurzes Zittern durchzieht den Schiffsrumpf. Dann ein starker Ruck und die »Pye Gyi Ta Gong 2« steckt mal wieder auf einer Sandbank fest. Kapitän U Thun Gyi versteht die Welt nicht mehr. »Vor drei Tagen erst bin ich die gleiche Strecke flussaufwärts gefahren«, berichtet er. »In der Trockenzeit ändert der Irrawaddy ständig sein Flussbett, es ist zum Verzweifeln.« Kurz darauf lässt U Thun Gyi die chinesischen Dieselmotoren aufheulen und das Passagierschiff befreit sich binnen zwanzig Minuten wieder aus eigener Kraft.

Trotz – oder vielleicht gerade wegen – solcher kleinen Hindernisse ist eine Schiffsreise auf der Lebensader Myanmars, egal ob mit dem Luxusdampfer oder einem betagten Seelenverkäufer, ein Abenteuer und unvergessliches Erlebnis. Die Reise führt im Norden bei Sinkhan durch enge Schluchten mit hoch aufragenden, schroffen Karstfelsen und immergrünem Dschungel. Zwischen Bhamo und Katha rattern an den Ufern die Motoren der Goldsucher; Bulldozer und manchmal auch Elefanten arbeiten in riesigen Teakholzlagern. Tief liegende Frachtschiffe und vertäute Bambusflöße kreuzen mit ihrer Besatzung gemächlich Richtung Süden und mit etwas Glück taucht sogar der vom Aussterben bedrohte Irrawaddy-Delphin vor dem Schiffsbug auf. Weiter südlich hinter Kyauk Myaung flacht Landschaft deutlich ab, Pagoden und Tempel der Königsstädte Mandalay, Sagaing und Bagan bestimmen bald das Bild und zwischendurch zieht immer wieder das dörfliche Leben wie eine Traumkulisse vorbei. Bei all dieser Schönheit, konserviert durch die militärische Abschottung Myanmars, sollte man allerdings nicht vergessen, dass diese fotogenen Szenerien zum Teil die Armut des Landes widerspiegeln.

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