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Valle Gran Rey liegt in einer Schlucht und bietet zahlreiche Wanderwege

Valle Gran Rey liegt in einer Schlucht und bietet zahlreiche Wanderwege


TRAUMURLAUB AUF DEN KANAREN Genießerhotels auf den Kanarischen Inseln

Bei den Kanaren fällt die Wahl der richtigen Insel schwer. Die Inseln sind besonders beliebt bei Pauschalurlaubern, doch auch für Individualisten gibt es viel zu entdecken.

La Gomera, Lanzarote, Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria

Die kanarischen Inseln für Individualisten

REISE & PREISE stellt weniger besuchte Ecken vor, in denen sich Wanderer, Naturliebhaber und Genießer wohlfühlen.


Agüimes mit der Pfarrkirche San Sebastian im Osten von Gran Canaria

Agüimes mit der Pfarrkirche San Sebastian im Osten von Gran Canaria

1. GRAN CANARIA
Aktivurlaub abseits des Trubels in Agüimes

Die Fischer tuckern in der Frühe mit ihren Booten aufs Meer hinaus, die Bauern beginnen mit der Ernte von Tomaten und Bananen. Hier hinter der Küste folgt der Alltag noch einem traditionellen Rhythmus. Auf dem schattigen Platz vor der Pfarrkirche San Sebastián treffen sich die Älteren, spielen Kinder fröhlich mit dem Ball. Die quirlige Hauptstadt Las Palmas und die Bettenburgen der Ferienzentren scheinen Jahrhunderte entfernt. Wanderer starten von hier in die Berglandschaft um den Roque Aguayro und durchqueren die größten Olivenhaine der Kanarischen Inseln. Einen Ausflug wert ist auch die tiefe Schlucht Guayadeque mit der alten Höhlensiedlung Cueva Bermeja. Doch auch Strandurlauber sind in Agüimes goldrichtig – vorausgesetzt, sie haben einen Mietwagen. Windsurfer sausen den Playa de Vargas entlang, Taucher erkunden die Unterwasserlandschaft vor dem Playa de Cabrón. Und wer einfach nur die Sonne – und ein wenig Passatwind – genießen möchte, legt sich an den Ortsstrand von Arinaga oder den Playa de Cabrón. Morgens gibt es frische Produkte auf dem Wochenmarkt von Agüimes, abends servieren die Gasthäuser im alten Ortskern leckere Tapas. Fisch und Meeresfrüchte schmecken am besten im Küstenort Arinaga.

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Corralejo - Kilometerlange, paradiesische Strände im Nordosten von Fuerteventura

Corralejo - Kilometerlange, paradiesische Strände im Nordosten von Fuerteventura

2. FUERTEVENTURA
Corralejo – für Surfer und Naturliebhaber

Bunte Kites zieren den stahlblauen Himmel und Profi-Windsurfer jagen mit ihren Boards über die Wellen. Weiter vorne arbeitet sich eine Gruppe Stand-up-Paddler durch die Brandung und gleitet dann parallel zum breiten Sandstrand über das türkisfarbene Wasser. Der ehemalige Schmuggler- und Piratenhafen Corralejo ist der Surf-Spot Fuerteventuras. Für Wassersportler und Nachtschwärmer ist der lebendige Urlaubsort erste Sahne. Aber auch für Naturliebhaber, die nicht ganz ab vom Schuss wohnen wollen, ist Corralejo perfekt: An die kilometerlangen, feinsandigen Dünenstrände von Corralejo schließt sich das Naturschutzgebiet El Jable mit seinen Wanderdünen an. Auch die vorgelagerte kleine Insel Lobos steht unter Naturschutz. Nur wenige Spazierwege führen vom dortigen Fischerdorf El Puertito um den erloschenen Vulkan Montaña de Lobos. Unterkünfte gibt es keine – wer die Fähre (€ 15 return) verpasst, muss am Strand schlafen.

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Das Anaga-Massiv im Nordosten von Teneriffa überzeugt durch schöne Landschaften

Das Anaga-Massiv im Nordosten von Teneriffa überzeugt durch schöne Landschaften

3. TENERIFFA
Wandern auf historischen Pfaden in Anaga

Hier muss man am frühen Morgen doch tatsächlich eine Jacke anziehen! Anders als im sonnigen Süden hüllt sich der 1.000 m hoch gelegene Ort Cruz del Carmen im Norden Teneriffas oftmals in Nebel. Hier treffen Wanderer gerade auf den längeren Strecken selten auf andere Urlauber. Dafür gibt es hier eine einzigartige Tiervielfalt mit 1.900 Arten; kürzlich wurde das Anaga-Massiv zum Biosphärenreservat gekürt. Bisher kommen noch wenige Besucher, um das andere Teneriffa abseits von Sonne, Strand und Meer kennenzulernen – dabei besteht fast die Hälfte der Insel aus Naturschutzgebieten! Besonders abwechslungsreich ist die Strecke vom Cruz del Carmen zum Landzipfel Punta del Hidalgo (9 km), die durch seltene kanarische Lorbeerwälder führt und immer wieder mit tollen Ausblicken aufwartet. Guides erklären die einheimischen Pflanzenarten – und wenn sich der Pfad hinunter zum Leuchtturm am Meer windet, fühlen sich die Temperaturen auch wieder kanarisch an.

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Weinbaugebiet von La Geria auf Lanzarote. Kleine Steinwände schützen die Reben vor Wind

Weinbaugebiet von La Geria auf Lanzarote. Kleine Steinwände schützen die Reben vor Wind

4. LANZAROTE
Die Weinroute im Herzen Lanzarotes beinnt in Mozaga

Die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel herab, die Klimaanlage des Mietwagens sorgt für angenehme Frische. Draußen zieht derweil die einzigartige Mondlandschaft der Weinregion La Geria vorbei: Tausende winzige Krater erstrecken sich bis zum Horizont, in jedem leuchten frische, grüne Reben. Schon weist ein Schild mit der Aufschrift »Bodega Mozaga« auf den ersten Weinkeller hin. Hier wird trockener Malvasia und frischer Rosado ausgeschenkt. Nach einer kurzen Kostprobe geht es auf der Weinroute weiter zur nächsten Bodega. Die Vulkanerde Lanzarotes erfordert ungewöhnliche Anbaumethoden: Die Winzer setzen die Rebstöcke in tiefe Mulden mit fruchtbarer Lava-Asche, um jedes Tröpfchen Regenwasser aufzufangen, ein halbrunder Steinwall um jeden Krater schützt vor den heißen Winden der Insel. Die Landschaft sieht so kurios aus, dass das Museum of Modern Art in New York sie bereits in den 1960er Jahren zum Gesamtkunstwerk erklärte! Der perfekte Ausgangspunkt für die Weintour ist der kleine Ort Mozaga. Über Nebenstraßen führt die Weinroute über La Vegueta und Mancha Blanca bis nach Tinajo.

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Valle Gran Rey liegt in einer Schlucht und bietet zahlreiche Wanderwege

Valle Gran Rey liegt in einer Schlucht und bietet zahlreiche Wanderwege

5. LA GOMERA
Wandern in Valle Gran Rey

Links und rechts des Weges wuchert ein Dickicht aus knorrigen, mit Moos bewachsenen immergrünen Laubbäumen, hier und da ragen mannshohe Agaven auf. Der Wanderguide pflückt ein paar Kaktusfeigen und schält die stacheligen Früchte für seine Gruppe. Brandspuren sind keine zu sehen. Dabei wütete erst vor drei Jahren ein Feuer hier im Nationalpark Garajonay und zerstörte etwa ein Fünftel des einzigartigen Lorbeerwaldes. Doch vor allem im Norden des Parks hat sich die Natur gut erholt – dank häufigen Nebels und ergiebigen Regens. Und so können Urlauber nach wie vor durch die dichten Wälder wandern, die vor 20 Millionen Jahren ganz Europa bedeckten und die es so nur noch auf La Gomera gibt. Auch das Hippie-Künstlerdorf El Guro in den Bergen war vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen, viele Häuser den Flammen zum Opfer gefallen. Mittlerweile gehen die Künstler wieder ihrem Handwerk nach, werden wieder Ferienwohnungen vermietet. Das beliebte untere Valle Gran Rey war dank einer gezielt geschlagenen Schneise zur Brandbekämpfung ohnehin vom Feuer verschont geblieben. Und so treffen sich nach wie vor allabendlich Einheimische und Urlauber an der Promenade am Playa de la Calera und feiern mit Trommeln und Feuertänzen den Sonnenuntergang.

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