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Fliegen wird teurer.

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FLUGSTEUER

Ab sofort fliegt der Fiskus mit

Still und heimlich beschloss die Bundesregierung am Mittwoch, dass die Flugsteuer ab sofort gilt. REISE-PREISE.de sagt, was diese Entscheidung für Flugreisende bedeutet.

Seit dem 1. September ist es amtlich, die für 2011 angekündigte Flugsteuer gilt ab sofort. Die Regierung möchte damit verhindern, dass sich Flugreisende jetzt mit Tickets für das Jahr 2011 eindecken, um die Steuer zu umgehen. Wer also ab jetzt einen Flug bucht, der in das Jahr 2011 fällt, muss die Flugsteuer bereits entrichten.

Die Airlines reagieren empört. Während die Billigairline Ryanair darüber nachdenkt sich auf Grund der Steuer von den Provinzflughäfen Hahn, Weeze und Lübeck zurückzuziehen, überlegt Germanwings von Köln/Bonn nach Aachen/Maastricht umzuziehen, da in den Niederlanden keine Steuern anfallen. Die Lufthansa befürchtet Einbußen gegenüber den anderen europäischen Nationalcarrier. Der Grund: Wer beispielsweise mit British Airways über London eine Fernreise antritt, zahlt lediglich die Kurzstreckensteuer von acht Euro, während man bei der Lufthansa bis zu 45 Euro zahlen müsste.

Bisher möchte die Lufthansa, als erste deutsche Airline, die komplette Steuer an den Flugreisenden weitergeben. Ryanair und Easyjet hingegen möchten die Kosten größtenteils selbst tragen.

Das ab 2011 geltende neue Luftverkehrssteuergesetz unterteilt die ab Deutschland angeflogenen Zielländer weltweit in drei Regionen. Auf die Tickets werden entweder acht, 25 oder 45 Euro aufgeschlagen.

Um acht Euro werden beispielsweise alle Inlandsflüge belastet sowie Passagen zu den Zielen Albanien, Algerien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Isle of Man, Italien, Kanalinseln (Alderney, Guernsey, Herm, Jersey, Sark), Kosovo, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Libyen, Malta, Marokko, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Tunesien, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern.

25 Euro werden fällig Richtung Afghanistan, Ägypten, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bahrain, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Dschibuti, Eritrea, Gabun, Gambia, Georgien, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Irak, Iran, Israel, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kap Verde, Kasachstan, Katar, Kirgisistan, Kuwait, Libanon, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, São Tomé und Príncipe, Saudi-Arabien, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Togo, Tschad, Turkmenistan, Uganda, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate und Zentralafrikanische Republik. Auf Flüge in alle anderen Staaten verlangt der Fiskus 45 Euro zusätzlich.

Ausgenommen von der Abgabe sind lediglich Kinder unter zwei Jahren, sofern sie keinen eigenen Sitzplatz haben und Passagiere, die auf einer inländischen Insel wohnen. Auch auf Militärmaschinen und Krankentransporten oder bei Abflügen von Flugbesatzungen entfällt die Steuer. Außerdem muss sie nicht noch einmal entrichtet werden, wenn ein Flugzeug infolge eines Flugabbruchs zum Start-Airport zurückkehrt und danach noch einmal abhebt.

(September 2010)