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VIELFLIEGER: Meilen sammeln lohnt sich

Vielflieger: Meilen sammeln beim Einkaufsbummel

Meilen sammeln beim Einkaufsbummel
Mehr noch: Statt selber Freiflüge zu verschenken, entwickelten viele Airlines ihre Vielfliegerclubs zum Meilen-Goldesel. Längst wird die Mehrzahl der »Miles & More«- Meilen nicht mehr mit Flügen verdient, sondern beim Kauf ganz anderer Dinge: Aktienfonds und Zeitschriftenabos, Notebooks und Parfums. Sogar für Autoreifen und Fußballtickets gibt es heute Meilen.

Und was bedeutet das alles für den preisbewussten Traveller? Vor allem neue Chancen beim Meilensammeln. Wenn es heute Meilen dafür gibt, dann kauft man künftig eben seine Bücher über den angeschlossenen Onlineshop, nimmt die 15.000 »Miles & More«- Meilen für das DSL-Paket der Telekom mit und vergisst auch nicht, es nach der Mindestabodauer wieder zu kündigen – denn bestimmt gibt es ja dann ein neues lukratives Angebot.

Unter diesem Gesichtspunkt verschiebt sich plötzlich die Attraktivität von Meilenprogrammen. Wer nur über Flüge sein Meilenkonto füllen will, für den ist »Miles & More« eher langweilig. Mit mehr als 300 Sammelmöglichkeitenwird das Lufthansa-Bonusprogramm aber plötzlich hochinteressant für alle, die auf kreative Art und Weise an die Meilen kommen wollen. So kann der »Miles& More«-Fan alle zwei Monate eine andere Tageszeitung abonnieren und dafür bis zu 5.000 Meilen einstreichen. Bis zum 15. März bringt eine Probefahrt mit dem neuen Renault Laguna 5.000 Meilen bei »Flying Blue« von Air France/KLM. Und sogar für Gummibärchen gibt es Meilen: pro Tüte 400 »Bluemiles«-Meilen von TUIfly.

All diese Angebote haben eins gemeinsam: Von allein fliegen sie einem nicht zu. Auch bei Flügen bleibt dem Meilensammler nichts übrig, als genauer zu rechnen als früher.

Bei 260 Euro Preisdifferenz zwischen meilenfähigem Ticket und solchem ohne Meilen zahlt man am Ende fürs Meilensammeln drauf – siehe oben. Aber wie sieht es aus, wenn es das Lufthansa-Billigticket der Klasse V mit voller Mileage für 80 Euro mehr als das W-Klasse-Ticket gibt, das nur 50 Prozent der Meilen gutschreibt? Da hilft nur der Taschenrechner.

Oberste Pflicht: Auf die Verfallszeiten achten
Vorsorge tut nicht nur beim Sammeln not, sie ist auch hilfreich, damit die mühsam gesammelten Meilen nicht gleich wieder verfallen. Die beste Lösung heißt: nur bei Meilenclubs sammeln, bei denen kein festes Verfallsdatum eingebaut ist. Bei den meisten asiatischen Airlines sind nach drei Jahren ohne Wenn und Aber die Meilen weg. Bei Lufthansas »Miles & More« gilt das nur, wenn man kein Statuskunde ist (ab 35.000 Flugmeilen pro Jahr) oder keine »Miles & More«-Kreditkarte besitzt (deren Bestellung man sich wieder mit 10.000 Meilen versüßen kann). Noch billiger geht es bei Air France/KLM oder den meisten USAirlines: Da verfallen Meilen nur, wenn 18 Monate lang keine einzige Kontobewegung stattfand. Und dazu zählt auch jeder klitzekleine Einkauf im Onlineshop.

Fazit: Natürlich lohnt sich das Meilensammeln. Aber der Erfolg ist nicht umsonst zu haben: Man muss Preise vergleichen, in die Zukunft planen, Sonderaktionen im Blick behalten und immer öfter auch seine TV-Zeitschrift danach aussuchen, welche am meisten Meilen gibt. Wem das zu nervig ist und wer ohnehin immer zu denen gehört, die den einst zum Geburtstag erhaltenen Kinogutschein erst dann wiederfinden, wenn er gerade abgelaufen ist, der sammelt eben nicht und konzentriert sich auf das wichtigste: tolle Reisen und Flüge zum Spartarif.

Dann darf er sich aber auch nicht darüber beschweren, dass der Flugsitznachbar sein Fernostticket als Occasion für die halbe Meilenzahl abgegriffen hat, dank seiner ge - sammelten Meilen als Statuskunde die Zeit bis zum Abflug bei Häppchen in der Lounge verbracht hat und beim Rückflug vielleicht sogar upgegradet wird – vielleicht aber auch nicht.

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