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Zu teuer bezahlt? Reisebüro muss nicht billigste Tour suchen

Eine Urlauberin war für € 15.000 auf die Bermudas gereist und erfuhr dann, dass es eine solche Reise auch für € 2.700 weniger gegeben hätte. Diese Differenz verlangte sie von ihrem Reisebüro zurück. Damit kam sie nicht durch: Ein Kunde muss sein Reisebüro ausdrücklich dazu auffordern, nach dem billigsten Angebot zu suchen (Amtsgericht München, AZ: 233 C 28416/06).

Versicherung Hausrat haftet für Diebstahl im Urlaub

Einem Touristen wurde bei einem Einkaufsbummel in Neapel seine Rolex-Uhr im Wert von 48.250 Euro vom Arm gestohlen. Diesen Schaden ersetzt ihm die Hausratversicherung, da er seine Sorgfaltspflicht nicht vernachlässigt hat: Er war tagsüber in Begleitung von ortskundigen Italienern unterwegs und hat seine zwar wertvolle, aber nicht auffällige Uhr nicht zur Schau getragen (Oberlandesgericht Köln, AZ 9 U 26/05).

Baulärm Geld für »Hämmer-Reise«

Ein Ehepaar fand während eines Bali-Urlaubs im Hotel Bauarbeiter vor, die jeden Tag von 8:30 bis 17:30 Uhr bohrten, sägten und hämmerten. Beschwerden vor Ort brachten nichts. Mit den 4500 des Veranstalters gaben die beiden nicht zufrieden. Vom Gericht erhielten sie eine Reisepreisminderung von zwei Dritteln auf den Hotelaufenthalt zugesprochen, weitere  1.070 Euro  (Amtsgericht Köln, AZ 133 C 640/05).

Entschädigung? Geduld bei Hotel-Überbuchung

Da ihr Urlaubshotel in Mallorca überbucht war, wurde ein Ehepaar in einem 35 km entfernten  Ersatzhotel untergebracht. Das gefiel ihnen nicht,sie flogen nach Hause und erhielten vom Veranstalter den kompletten Reisepreis zurück. Mit zusätzlichen 666 Euro  Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit kamen die Kläger aber nicht durch. Sie hätten dem Veranstalter Gelegenheit geben müssen, ein weiteres Ersatzhotel aus dem Hut zu zaubern (Amtsgericht Duisburg, AZ 49 C 5022/06).

Preiswucher? Widerruf beim Teppichkauf?

Ein Urlauber hatte in der Türkei für 4.300 Euro einen Teppich gekauft, den er anschließend aber nicht bezahlen wollte. Vor Gericht meinte er, nach deutschem Recht vom Kauf  zurücktreten zu können. Gültig sei hier aber das türkische Zivilrecht, so die Richter. Demnach hätte er den Kauf nur widerrufen können, wenn erwiesen wäre, dass der Teppich die Summe nicht wert sei (Oberlandesgericht Frankfurt, AZ 9 U 12/07).  

Vom Boot angefahren Kein Geld bei Badeunfall am Meer

Eine Urlauberin war beim Schnorcheln vor ihrem Hotel in der Dom. Republik von einem Motorboot angefahren worden. Sie verklagte den Veranstalter auf 20.000 Euro Schmerzensgeld. Ohne Erfolg: Die Katalogbeschreibung »geschützte Sandbucht, ideal für Wassersport geeignet«, sagt eindeutig aus, so die Richter, dass Schwimmer dort mit Booten rechnen müssen. (Landgericht Köln, AZ: 4 O 99/ 06).  

Rücklflugprobleme Airline haftet

Ein Pauschalurlauber erfuhr in der Dominikanischen Republik, dass der Rückflug überbucht sei. Mit einem Ersatzflug kam er zehn Stunden später als vorgesehen zu Hause an und klagte gegen die Airline. Das Gericht sprach ihm 600 Euro Schadenersatz zu, da er trotz gebuchtem und bestätigtem Flug nicht befördert worden war (Amtsgericht Düsseldorf, AZ: 39 C 9179/06).

Absteige Geld zurück!

Eine fünfköpfige Gruppe hatte eine Reise nach Helsinki gebucht und eine Unterkunft aus der Kategorie »Hotels und Apartments« gewählt. Dahinter verbarg sich eine Jugendherberge, in der es zwei Sanitärräume für 27 Zimmer gab. Wegen der »unklaren Bezeichnung« musste der Veranstalter 20 Prozent des Reisepreises von 4.831 Euro, zurückzahlen (Landgericht Arnsberg, AZ: 5 S 115/06).

Weckanruf Geld für verpatzten Weckdienst

Urlauber verpassten einen Rückflug von den Kanaren, weil der Weckanruf des Hotels zu spät kam. Da ein unzuverlässiger Weckdienst einen Reisemangel darstellt, musste der Reiseveranstalter die neugekauften Tickets ersetzen. Allerdings nur zur Hälfte, denn die Urlauber hätten sich zusätzlich einen Wecker stellen müssen (Amtsgericht Duisburg, AZ: 51 C 6214/05).

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