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Frist einhalten Zu spät am Check-in

Passagiere, die später als 90 Minuten vor Abflug am Check-in-Schalter sind und deshalb nicht mehr mitkommen, haben dies selbst zu verantworten. Weil die Schlange vor dem Schalter so lang war, war eine Urlauberin zunächst Kaffee trinken gegangen und letztlich erst eine halbe Stunde vor Abflug am Schalter erschienen. Dort wurde sie stehen gelassen, klagte und verlor. Auf dem Flugschein sei eindeutig auf die Frist hingewiesen worden (AG Bad Homburg, AZ: 2 C 1562/03 [10]).  

Check-in-Schluss verpasst Keine nachträgliche Abfertigung

Im konkreten Fall verpassten zwei Urlauber den Check-in-Schluss ihres Charterfluges um 10 Minuten und wurden nicht mitgenommen. Die Reisenden buchten einen Ersatzflug und verlangten die Kosten zurück. Erfolglos. Die Richter erklärten, die Gäste hätten sich, wie im Fluginfo abgedruckt, 90 Minuten vor Abflug am Schalter einzufinden gehabt. Die nachträgliche Abfertigung verspäteter Passagiere bedeute einen erheblichen organisatorischen Aufwand, wie z. B. das Öffnen des Schalters, die nachträgliche Pass- und Gepäckkontrolle, das Verladen des Gepäc

Ungeziefer Unerwünschte Hotelgäste

Eine Familie verbrachte ihren Malaga-Urlaub im Hotelzimmer mit übermäßig vielen Ameisen und Kakerlaken und bekam eine Reisepreisminderung von 15 Prozent zugesprochen. Die Plage konnte trotz Beschwerde bei der Reiseleitung nicht eingedämmt werden (Amtsgericht Baden-Baden, AZ: 16 C 89/04). Diebstähle aus dem Hotelzimmer hingegen gehören zum »allgemeinen Lebensrisiko«, urteilte das Landgericht Duisburg (AZ: 12 S 23/05).

Lebensrisiko Sturz in Hotelhalle

Eine Urlauberin war in der Hotelhalle gestürzt, weil das durch Regenfälle in die Lobby gelaufene Wasser nicht aufgewischt worden war. Sie zog sich einen komplizierten Fußknöchelbruch zu und verklagte den Veranstalter auf Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht. Die Richter wiesen die Klage ab, weil eine solche Sturzgefahr zu den allgemeinen Lebensrisiken gehöre und den Veranstalter kein Verschulden treffe (Landgericht Duisburg, AZ: 4 O 228/04).

Schadensersatz und Schmerzensgeld? Knöchelbruch am Pool

Ein stark angetrunkener Hotelgast brach am Pool in ein defektes Ablaufgitter ein und brach sich den Knöchel. Wegen des alkoholbedingten Mitverschuldens wollte der Veranstalter weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld zahlen. Das sahen die Richter an-ders, weil der Urlauber auch nüchtern hätte einbrechen können. Wenn ein derartiger Schaden nicht behoben werde, sei der Veranstalter verantwortlich (Landgericht Köln, AZ: 11 S 81/04).

Badezimmer teilen Urlauber müssen diesen Umstand nicht hinnehmen

Ein Ehepaar hatte ein Doppelzimmer mit Badezimmer zur Alleinbenutzung gebucht. Das Hotel brachte es jedoch in einer Suite unter, in der es das Badezimmer mit den Gästen des zweiten Zimmers teilen musste. Die Richter waren der Ansicht, dass Urlauber, die ein Doppelzimmer gebucht hätten, es nicht hinnehmen müssten, das Bad mit anderen zu teilen (Landgericht Düsseldorf, AZ: 22 S 185/03).

Familientrennung Anspruch auf Reisepreisminderung

Familien mit Kindern, die im Urlaub in zwei verschiedenen Hotelzimmern untergebracht werden, haben beste Chancen auf eine Reisepreisminderung. Ein Ehepaar mit Kindern (ein und vier Jahre alt) war statt in einem Familienzimmer mit zwei Schlafzimmern in zwei getrennten Zimmern untergebracht worden. Das Ehepaar bekam unter Berücksichtigung anderer Mängel insgesamt eine Reisepreisminderung von 55 % zugesprochen (OLG Celle, AZ: 11 U84/03).  

Diebstahl Hotelsafe zu klein für Kamera

Ein Urlauber war mit seiner € 2.000 teuren Fotoausrüstung nach Tunesien in einen All-inclusive-Urlaub gefahren. Kamera und Camcorder passten nicht in den Zimmersafe, so dass der Urlauber sie im Schrank unter Wäsche versteckte, wo sie von Dieben gefunden wurden. Zu Hause verklagte der Mann den Veranstalter, bekam aber nicht Recht. Der Zimmersafe habe mit 20 x 30 x 5 Zentimetern internationalem Standard entsprochen, argumentierten die Richter in zweiter Instanz (LG München, AZ: 6 S 200/04).

Mangelnde Sicherheit Animiert bis zum Umfallen

Ein Urlauber hat sich bei einer Animation verletzt, bei der die Teilnehmer in den flachen Hotelpool springen mussten. Er verklagte den Veranstalter, der seiner Ansicht nach haften müsste. Dieses Mal ging er nicht baden: Die Richter waren der Ansicht, dass ein Veranstalter auch dann für mangelnde Sicherheit geradestehen müsse, wenn die Animateure von einer Fremdfirma engagiert würden. Schließlich gehöre das Programm zum All-inclusive-Angebot des Veranstalters (OLG Karlsruhe, AZ: 7 U 221/02).

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